Bridgerton – nichts stoppt Hyacinth

„Bridgerton – Mitternachtsdiamanten“ von Julia Quinn, erschien am 25.01.2022 bei der HarperCollins Verlagsgruppe erstmalig auf Deutsch. Band 7 der Bridgerton-Reihe handelt von der jüngsten Bridgertontochter Hyacinth und ihrer kleinen Schatzsuche.

Dank der HarperCollins Verlagsgruppe durfte ich auch diesen Band als Rezensionsexemplar lesen. Auf den Band von Hyacinth hatte ich schon hin gefiebert, da ihr Charakter in den vorehrigen Büchern sehr vielversprechend dargestellt worden ist.

Falls ihr euch auch zu den anderen Büchern der Reihe interessiert, könnt ihr unsere Rezension zu Band 1 hier nachlesen.

Um was geht es?

Hyacinth Bridgerton ist zwar hübsch und reich, aber auch blitzgescheit und unverblümt, weshalb viele Gentlemen einen Bogen um sie machen. Doch dann begegnet sie Lady Danburys Enkel Gareth St. Clair: wortgewandt und brillant, ist er ihr ebenbürtig. Er bittet sie, das Tagebuch seiner italienischen Großmutter zu übersetzen. Eines Tages jedoch küsst er Hyacinth. Zum ersten Mal in ihrem Leben ist sie sprachlos. Sie sollte ihm das Tagebuch vor die Füße werfen! Aber stattdessen beginnt für sie und Gareth ein wagemutiges Abenteuer: Die Aufzeichnungen enthalten einen Hinweis auf versteckte Diamanten, von denen seine Zukunft abhängt … [Inhaltsangabe des Verlages]

Meine bescheidene Meinung

Wie oben schon geschrieben, habe ich mich sehr auf diesen Band der Bridgerton Geschwister gefreut, da ich neugierig auf Hyacinth Geschichte war. Ihr Charakter in den vorehrigen Bänden wird wie die weibliche Version von Colin beschrieben. Tja, und Buch Colin ist mein absoluter Lieblingsbridgerton. Umso mehr habe ich mich auf Hyacinth gefreut.

Am Ende wurde ich leider etwas enttäuscht, da alles was ihren oder Colins Charakter ausmacht, bei einem Mann charmant ist. Aber bei einer Frau, besonders in deren Jahrhundert das totatel Gegenteil ist und so wurden ihre Eigenschaften in ihrem Buch leider auch negativ dargestellt. Hyacinth ist clever, hartnäckig, gescheit, stellt ihr Licht nicht unter den Scheffel, eine zu moderne Frau ihrer Zeit. Jedoch wird jede Eigenschaft irgendwie überspitzt beschrieben und wirkt dadurch zum Teil nervig. Was ich einfach super schade fand.

Gareth dagegen fand ich einfach super, er könnte Colin fast den Rang ablaufen. Er ist ebenfalls wortgewandt, witzig, unverblümt und gescheit. Er ist vermutlich der einzige Mann, der es mit Hyacinth aufnehmen und sie bremsen kann, wenn sie mal wieder über das Ziel hinausschießt.

Aber mein absoluter heimlicher Liebling ist und bleibt Lady Danbury, Gareth Großmutter. Jeder ihrer Szenen in jedem Bridgerton Buch sind goldwert und pure Unterhaltung. In Band 7 bekommt sie mehr Raum, kann erst recht glänzen und ihre Mitmenschen in den Wahnsinn treiben.

Auch in diesem Buch konnte Julia Quinn mit ihrem Schreibstill überzeugen. Die Geschichte rund um Hyacinth und Gareth war sehr süß und witzig geschrieben. Man wurde die ganze Zeit gut unterhalten. Es gibt wortgewandte Gespräche, Darma, ein Geheimnis, was es zu lösen gilt, und eine schöne Liebesgeschichte, in der Bekante zu Freunde und später zu Liebenden werden.

Fazit

Kurzum ich mochte Band 7 der Bridgerton Reihe. Hyacinth als Charakter hat mich zwar enttäuscht, aber ich hatte immer noch Lady Danbury und Gareth. Was man diesen Band der Reihe auch zu Gute halten muss, ist dass die beiden Hauptprotagonisten miteinander reden und verhältnismäßig schnell ihre Probleme aus der Welt schaffen.

Deswegen gibt es von mir 4 von 5 Sternen.

Spoiler

Wer mehr über Hyacinth und Gareth Abenteuer erfahren möchte, kann es hier nachlesen:

!!! Spoiler !!!
Gareths Bruder ist verstorben und durch seinen Nachlass kommt er in den Besitz des Tagesbuchs seiner Großmutter vätterlicherseits.
Er hat sich mit seinen Vater zerstritten, da dieser in Wahrheit gar nicht sein Vater ist. Die Ehe seiner Eltern war nicht von Liebe geprägt. Gareth mag als legtimer Sohn geboren worden sein, aber sein „Vater“ hasst ihn abgrundtief. Seine Mutter starb früh.

Gareth lernt Hyacinth durch seine Großmutter mütterlicherseits (Lady Duanbury) kennen, die versucht die beiden zu verkuppeln. Und so kommt es das Hyacinth das italienische Tagebuch seiner toten Großmutter übersetzt.

Diese hat Diamanten versteckt, da sie ihren Mann auch nicht traute. Diese Diamanten versuchen die beiden nun zu finden. Da Gareth, ohne die Gunst seiner Familie, mittelos dasteht. Bei diesem Abentuer kommen die beiden sich näher.

Hyacinth findet ebenfall heraus, dass sein leiblicher Vater sein „Onkel“ war und somit ist er doch der rechtmäßige Erbe seiner Familie. Sein echter Vater ist leider auch schon verstorben.

Beide heiraten und nach dem Tod seines echten Onkels bauen die beide das Anwesen wieder auf und bekommen einen Sohn und eine Tochter.
Jahre später findet Hyacinth auch endlich die Diamenten. Aber sie brauchen sie finanziell gar nicht mehr.

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