Dezember 3

Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen – Der Abschluss einer grandiosen Trilogie

Am 11. November war es soweit, Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen hat offiziell die Buchhandlungen erobert. Die ersten beiden Bände, die ebenfalls dieses Jahr erschienen sind, gehören zu meinen Jahreshighlights (Rezension Band 1, Rezension Band 2) und dementsprechend gespannt war ich darauf, wie die Autorin Lena Kiefer ihre Trilogie abschließt.

[Da es sich um einen Nachfolgeband handelt, kann die nachfolgende Rezension unter Umständen Spoiler für die ersten beiden Bände enthalten.]

Allgemeines zu Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen

Titel:
Verlag:
Autorin:
Erscheinungstermin:
Seiten:
ISBN:
Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen
cbj (Verlagsgruppe Randomhouse)
Lena Kiefer
11. November 2019
512
978-3570165577

Das Cover ist passend zu den beiden anderen Teilen gestaltet. Wir sehen dieselbe junge Frau, dieses Mal allerdings in der Frontalen. Die Farben bewegen sich im rötlich-magentafarbenen Spektrum und dadurch gefällt mir dieses Cover tatsächlich auch am besten. Alle drei machen sich auf jeden Fall hervorragend im Bücherregal 😉

Ophelia Scale - Die Sterne werden fallen

Was bisher geschah…

Nach ihrem Attentat auf Leopold in Band 1 wurde Ophelia gezwungen, als Doppelagentin zu arbeiten. Sie und Lucien waren wieder zusammen, doch Band 2 endete erneut mit einem Cliffhanger: Lönig Leopolds Flight Unit ist abgestürzt, es gab keine Überlebenden. Nun muss Lucien sein Amt übernehmen. Ophelia entscheidet sich jedoch dafür bei ReVerse zu bleiben, da sie denkt, dass es seinem Ansehen schaden könnte, wenn sie bei ihm ist.

Wie geht es weiter im dritten Band von Ophelia Scale?

Ophelia sabotiert so unauffällig wie es geht zusammen mit Jye Aktionen von ReVerse. Es wird jedoch kritisch, als Knox betrunken herumposaunt, dass sie mit Lucien zusammen gewesen ist. Dies führt dazu, dass jemand sie umbringen will. Also holt Maraisville sie raus und bringt sie zurück in die Hauptstadt. In Maraisville wird sie jedoch vom Großteil der Leute abgelehnt, doch untätig sein liegt Ophelia nicht…

Wieder ein sehr schönes Cover

Meine bescheidene Meinung

Zu viel zum Inhalt will ich gar nicht schreiben, weil die Ereignisse sich förmlich überschlagen. Nach dem Cliffhanger von Band 2 ist man im Geschehen mitten drin – das ist etwas, dass ich besonders mag. Und so geht es auch weiter, es gibt keine Längen und Langeweile kommt definitiv nicht auf, da Lena Kiefer immer wieder mit unerwarteten Wendungen überrascht (mit einem speziellen Plotttwist hatte ich gerechnet, bzw. ich hatte darauf gehofft und wurde nicht enttäuscht).

Wenn ich jetzt sagen würde, dass das ganze in einem fulminanten Ende gipfelt, wäre das allerdings übertrieben. Versteht mich nicht falsch, ich fand das Ende total in Ordnung und es hat mich definitiv überrascht, aber irgendwie hatte ich etwas größeres erwartet. Das lag vermutlich auch einfach daran, dass man sich selbst zig mal gefragt hat, wie es wohl ausgehen könnte und diese Möglichkeit natürlich nicht dabei war.

Ansonsten war der Schreibstil wie gewohnt flüssig und lebendig. Das Worldbuilding ist bis zum Ende stimmig und durchdacht. Dieses Mal gibt es noch mehr technische Details, dies mag für den einen oder anderen eventuell etwas viel sein, mir hat es allerdings gefallen.
Die Charaktere sind weiterhin sympathisch und treffen weitestgehend nachvollziehbare Entscheidungen. Besonders Luciens Verhalten war authentisch.

Mir hat Band 3 wie auch die beiden Vorgänger sehr gut gefallen und ich kann die Trilogie ohne jegliches schlechtes Gewissen weiterempfehlen.

Signatur der FBM 2019

Fazit zu Ophelia Scale

Ophelia Scale ist eine tolle Trilogie und definitiv eines meiner Jahreshighlights 2019. Ich hatte dem Erscheinen von Ophelia Scale – Die Sterne werden fallen sehnlichst entgegen gefiebert, aber wie das immer mit guten Büchern ist: Wenn man sie durch hat, kommt der Buchblues. Von liebgewonnenen Charakteren Abschied zu nehmen fällt dem richtigen Bücherwurm ja immer schwer und so auch hier. Der Epilog besänftigt da extrem und auch die Aussicht auf ein eventuelles Spin-Off gibt Hoffnung. Ophelia Scale ist eindeutiges re-read Material und wird seinen Ehrenplatz in meinem Bücherregal behalten.

Auch Band 3 erhält von mir 5 von 5 Sternen!

Was ich übrigens von der Verlagsseite aus besonders toll fand, war der Veröffentlichungszeitraum. Der erste Band erschien am 18. März 2019, der dritte am 11.November 2019. So wusste man inhaltlich wenigstens noch den Großteil und musste auch nicht ewig warten bis zum Folgeband. Etwas, woran man sich gewöhnen könnte 🙂 .

Ophelia Scale

Spoiler

Zum Abschluss gibt es natürlich auch wieder Spoiler. Ich empfehle allerdings hier, wie auch bei den anderen Bänden der Trilogie, die Spoiler nicht im Vorfeld zu lesen.

!!! Spoiler !!!
Der wohl wichtigste Spoiler: Leopold LEBT! Phoenix hat den Absturz fingiert und Leopold in einem ehemaligen Gefängnis gefangen gehalten. Er lässt später noch andere Regierungsführer entführen, weil er Amber Island auslösen will.

Knox wird zum Schluss erschossen (gerade, als ihm klar wurde, dass er für die falsche Seite kämpft).

Die verlorene Schwester kehrt zurück. Amelie de Marais hat Fehler begangen, war danach aber kein Feind. Sie liebt ihre Brüder und hat ihnen geholfen so weit es ging.

Ophelia stirbt mehrmals beinahe (ich hab nicht mehr gezählt, 3-4mal bestimmt).

Lucien ist zu Beginn recht kalt, als Ophelia zurückkehrt. Später kommt raus, dass er mit der Situation komplett überfordert ist und Ophelia in den Monaten ihrer Abwesenheit einfach gebraucht hätte. Und auch sie gesteht sich ein, dass sie nicht mitgekommen ist, weil sie Angst hatte.

Bei einem öffentlichen Auftritt Luciens und Ophelias, gibt es einen Anschlag. Lucien wird entführt, Imogen schwer verletzt. Ophelias Familie kommt ebenfalls nach Maraisville. Ihr Vater kümmert sich um Imogen und entwickelt mittels Nanotechnologie ein neues Serum für Ophelia. Sie benötigt das Headlock dadurch nicht mehr und kann die volle Kapazität ihres Gehirns nutzen, ohne Nebenwirkungen. Es hält zwei Wochen an.

Es kommt heraus, dass Ophelia als Kind mit der OmnI befreundet war. Da die OmnI jedoch immer aufmüpfiger wurde, befahl Costard, die beiden zu trennen. Ophelias Erinnerungen wurden unwiderruflich überschrieben. Die der OmnI zum größten Teil auch, jedoch kann die OmnI sich nooch an Ophelia als ihre einzige Freundin erinnern.

Zum Ende: Ophelia plant, in ihr Hirn komplexe, nicht lösbare Probleme einzuspeisen. Diese sollen von der OmnI kopiert werden, unter dem Vorwand, dass Ophelia ihre Erinnerung zurück hätte und die OmnI diese kopieren solle. Da auch Ophelias Hirn mit der Komplexität nicht klar kommen würde, bedeutet dies ihren eigenen Tod. Lucien und Ophelia erkämpfen sich ihren Weg zur OmnI, Costard wird dabei erschossen, ebenso wie Knox. Ophelia kommt zur OmnI und unterhält sich mit ihr. Die OmnI durchschaut den Plan jedoch, Ophelia verliert ihr Bewusstsein, da die Probleme ihr Hirn überlasten.

Im Epilog erfahren wir, dass die OmnI sich selbst abgestellt hat, um Ophelia zu retten. Sie wollte anscheinend nicht die einzige Person, die ihr ähnlich ist, verlieren und entschied sich dafür Ophelia zu retten – zumindest ist es das, was Ophelia glaubt.

~Annie~


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Veröffentlicht3. Dezember 2019 von Annie in Kategorie "Dystopie", "Rezensionen", "Young Adult

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